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Der Start ist geglückt.

Nun sind seit der Eröffnung bereits vier Wochen vergangen und was haben wir nicht Alles erlebt. Gastronomie ist und bleibt eine Wundertüte und wir haben wenig Verständnis dafür, warum so viele von einem Gastrobetrieb träumen und sich unbedacht einen Betrieb im Ausland kaufen. Das muss man lieben oder die Finger davon lassen.

Ob wir es lieben? Das kommt vor und wir durften zum Glück in der Schweiz schon einige Erfahrungen sammeln und können hier davon ausgiebig profitieren. Und ja manchmal hassen wir es auch…..

Aber was passierte nach der Eröffnung? Wir waren bewusst leise und haben keine Werbung geschaltet nur ein bescheidenes Schild und ein Facebookeintrag liessen die ersten Gäste wissen, dass wir Offen haben. Die Öffnungszeiten zum Start eher bescheiden Donnerstag bis Sonntag. Kaum genug um überhaupt an eine wirtschaftliche Betrieb zu denken. Aber wir wollten uns nicht schon in der ersten Woche überfordern. War es Zufall, weise Voraussicht oder einfach die Angst vor dem Erfolg. In diesem Falle war es die Angst unserem Anspruch nicht gerecht zu werden. Wir wollten keine Welle die uns über dem Kopf wächst und wollten langsam beginnen

Nach den ersten Wochen bleibt davon ein „wir wollten“. Die Welle kam und überrollte uns einfach so aber wir hielten den Kopf über Wasser, manchmal nur knapp und manchmal schluckten wir das Restwasser runter. Aber wir gingen nicht unter und stehen immer noch da.

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Aller Anfang ist schwer

Nun sind wir gestartet und alles ist anders. Plötzlich sind wir nicht mehr die Taktgeber, die vorgeben wie der Umbau voran geht. Nein die Rolle hat sich verändert und wir sind die Getriebenen. Fixe Öffnungszeiten und Gäste die kommen, fordern uns heraus und manchmal ist es auch Überforderung. Unsere Erwartungen sind Makulatur und nach den ersten zwei Wochen steht die Frage im Raum wie schaffen wir das bloss.

Bereits in der ersten Woche reiben wir uns verwundert die Augen, das Frühstück gut besucht und beim Lunch werden wir schon fast überrannt und das in der Mittsommerwoche, wo uns prophezeit, wurde das keiner kommen wird. Am nächsten Tag ist es tatsächlich ruhiger und der Samstag gibt es durch den Tag kaum Besucher. Am Abend schieben wir aber schnell 12 Abendessen raus. Gastro war und ist schon immer eine verrückte Welt.

Gleichzeitig müssen wir das erste Hotelzimmer fertig machen, es ist Besuch aus der Schweiz angemeldet. Also neben dem Tanz in der Küche letzte Zierleisten montieren und Möbel für das Zimmer zusammensuchen. Und die Handwerker brauchen wie immer Auskünfte wie und wann, was gemacht werden muss.

Also kurz zusammengefasst es läuft….

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Die erste Eröffnung

Ja nach dreieinhalb Jahren planen und arbeiten ist es endlich soweit und das Kaffee wurde offiziell eröffnet. Was für ein Tag und was für zwei Woche liegen nun hinter uns. Keine Ahnung wie wir dies geschafft haben. Ein Kaffee von Null auf zu starten konnten wir im Ziegler-Beizli üben, der Aufbau ging aber über fünf Jahre. Aber das hier war eine andere Nummer.
Nun ist der erste offizielle Tag den wir offen haben und nun wird sich zeigen wie das ganze Anlaufen wird. Auf jeden Fall ändert sich unser Tagesablauf nochmals grundlegend.

Nun kommt zu unserem Pensum also noch der Kaffeebetrieb dazu. Wir freuen uns wahnsinnig und hoffen auf viele zufriedene Gäste.

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Der erste Lunch

Wir haben den ersten Test hinter uns und die ersten Probegäste haben einen Lunch genossen. Also wir hoffen Sie haben ihn genossen. Sie sahen auf jeden Fall zufrieden aus und wir haben viel gelernt. Gastronomie ist eben nicht kochen für Freunde, sondern ein Prozess bei dem Vorbereitung, Timing und Organisation plötzlich viel mehr Zeit einnimmt als gedacht. Und ein Gastrobetrieb ein ersten Mal in Betrieb zu nehmen bedeutet eben nicht nur Kochen. Hier sollte alles stimmen und von der Begrüssung bis zum Verabschieden ein Erlebnis für den Gast werden.

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Es dreht sich alles

Bei uns drehen sich nicht nur immer wie mehr Heizungspumpen, nein langsam aber sicher dreht sich das ganze Haus auf links. Ich weiss nicht wie oft ich in den letzten Tage einem falschen Weg einschlug, nach dem Tür öffnen nicht sofort wusste wo ich war oder welche Tür muss ich heute nehmen? Alles verändert sich. Aber eines bleibt über die ganze Zeit gleich, das ist unser Projekt. Modern wäre unser „once in a livetime“ aber hier sind wir etwas konservativer und zurückhaltender also „mycket jobb“.

Es geht an allen Fronten voran: Die Küche, der Pub, das Treppenhaus, die Ventilation, das Hygiene- und Brandschutzkonzept, die Menükarte, die Lieferanten und die Finanzierung. Also ein Mehrfrontenkrieg mit Verschleiss. Aber eben es dreht sich alles und das ist gut, denn noch knapp neun Wochen bis zur ersten Eröffnung.

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Wo führt das hin…

Seit nun drei Jahren feilen wir an unserer Zukunft, vom Gedanken über den Hauskauf und die Auswanderung, sind wir nun seit längerem im Umbau gefangen. Aber das Licht am Tunnel wird immer heller. Der Umbau schreitet voran und die Küche steht kurz vor der Vollendung. Seit zwei Jahren sind wir gefühlt das Gesprächsthema Nummer eins in der Gemeinde. Das ehrwürdige Wirtshaus Pilgrimen regt sich und beginnt sich aufzurichten. Die Spannung steigt und nach dem Facebookbeitrag mit dem speziellen Tapeten im Kaffee haben wir auffällig viele Besuche auf unserer Baustelle. Die bereits gelieferten Kücheneinrichtung lässt weitere Fragen entstehen. Alle warten gespannt ….

Wir auch, den wer weiss wo uns diese Reise noch hin führt?

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Es passiert gerade etwas viel

Der Winter hat uns seit 2 Monaten im Griff und nun haben wir zum ersten Mal seit 7 Wochen wieder einmal Plusgrade. So schön der Winter ist, es hätten doch einige sonnige Tage mehr sein dürfen. Die Baustelle rückt weiter vor und gefühlt bauen wir fast überall. Im Cafe sind wir fast fertig und in der Küche warten wir noch auf den Plattenleger und den Küchenbauer. Aber bis Ende März sollte dies auch fertig werden. Im Obergeschoss ist der Estrich saniert und die Statik des Daches wieder für grosse Nassschneemengen stabil genug. Der erste Teil des Hotels nimmt weiter Formen an und im Restaurant stehen wir vor den nächsten Überraschungen. Wir zwar alles besser aber leider auch teurer.
Aber auch sonst sind wir fleissig am Werbung machen, nun werden wir schon in den Läden direkt angesprochen und motiviert. Wir sind so dankbar für diese Rückmeldungen und sind nicht sicher ob wir nicht hingeschmissen hätten, ohne diesen Rückhalt zu spüren

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Zwischen zwei Welten

Bei einem Flug in die Schweiz blieben vier Stunden Aufenthalt auf dem Flughafen Stockholm Arlanda. Also ein Teil der Reise ist bereits vorbei und der zweite Flug steht einem noch bevor. Diese Situation bringt mir unsere eigene Situation ins Bewusstsein. Sind wir nun in Schweden angekommen oder bin ich noch auf einem Transitflughafen? Wo stehen wir mit unserer Auswanderung?

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Die Menu Karten

Wir sind im Umbau und trotzdem machen wir uns immer wie mehr Gedanken um unser Angebot. Wir haben ja nicht nur ein Angebot, nein wir benötigen für unsere Restaurants verschiedene Speisekarten. Das Kaffee, der Pub, das Abendrestaurant und unsere Schweizer Stube sollen ja nicht einfach eigene Namen haben, sondern sich auch im Angebot untereinander unterscheiden. Dazu kommt noch die Angebote im Hotel und auf dem Stellplatz. Es gibt daher auch an der Administrativen Front viel zu tun.

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Weihnachten 2025

Schon geht das Jahr 2025 zu Ende und wir realisieren langsam: „Es stehen grosse Veränderungen an“. Nein wir planen keine Rückwanderung in die Schweiz. Aber immer wie mehr Ecken nähern sich dem Ende und immer wie mehr von unserer Zeit widmen wir der Planung für den Betrieb unserer Oase am Klarälven. Ja und bei der Planung vom Hotelbetrieb entstehen plötzlich Fragen. Wie gehen wir mit Gästen um, was machen wir wenn plötzlich ein Prominenter oder gar ein Mitglieder der Königsfamilie bei uns übernachten will? Und jetzt zu Weihnachten entsteht eine neue Frage: „Was wäre wenn wir einer der Herbergsbetreiber in der Weihnachtsgeschichte gewesen wären?“. Plötzlich sehe ich dies alles in einem etwas anderem Licht.

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