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Der Start ist geglückt.

Nun sind seit der Eröffnung bereits vier Wochen vergangen und was haben wir nicht Alles erlebt. Gastronomie ist und bleibt eine Wundertüte und wir haben wenig Verständnis dafür, warum so viele von einem Gastrobetrieb träumen und sich unbedacht einen Betrieb im Ausland kaufen. Das muss man lieben oder die Finger davon lassen.

Ob wir es lieben? Das kommt vor und wir durften zum Glück in der Schweiz schon einige Erfahrungen sammeln und können hier davon ausgiebig profitieren. Und ja manchmal hassen wir es auch…..

Aber was passierte nach der Eröffnung? Wir waren bewusst leise und haben keine Werbung geschaltet nur ein bescheidenes Schild und ein Facebookeintrag liessen die ersten Gäste wissen, dass wir Offen haben. Die Öffnungszeiten zum Start eher bescheiden Donnerstag bis Sonntag. Kaum genug um überhaupt an eine wirtschaftliche Betrieb zu denken. Aber wir wollten uns nicht schon in der ersten Woche überfordern. War es Zufall, weise Voraussicht oder einfach die Angst vor dem Erfolg. In diesem Falle war es die Angst unserem Anspruch nicht gerecht zu werden. Wir wollten keine Welle die uns über dem Kopf wächst und wollten langsam beginnen

Nach den ersten Wochen bleibt davon ein „wir wollten“. Die Welle kam und überrollte uns einfach so aber wir hielten den Kopf über Wasser, manchmal nur knapp und manchmal schluckten wir das Restwasser runter. Aber wir gingen nicht unter und stehen immer noch da.

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Die erste Eröffnung

Ja nach dreieinhalb Jahren planen und arbeiten ist es endlich soweit und das Kaffee wurde offiziell eröffnet. Was für ein Tag und was für zwei Woche liegen nun hinter uns. Keine Ahnung wie wir dies geschafft haben. Ein Kaffee von Null auf zu starten konnten wir im Ziegler-Beizli üben, der Aufbau ging aber über fünf Jahre. Aber das hier war eine andere Nummer.
Nun ist der erste offizielle Tag den wir offen haben und nun wird sich zeigen wie das ganze Anlaufen wird. Auf jeden Fall ändert sich unser Tagesablauf nochmals grundlegend.

Nun kommt zu unserem Pensum also noch der Kaffeebetrieb dazu. Wir freuen uns wahnsinnig und hoffen auf viele zufriedene Gäste.

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Der Umbau fühlt sich anders an

Die Berg- und Talfahrt der Gefühle ist vermutlich noch nicht vorbei, aber irgendwie hat sich alles Verändert. Wir wissen nicht wann dies passiert ist und auch nicht genau warum. Aber der ganze Umbau fühlt sich nun ganz anders an als noch vor zwei Monaten. Die Euphorie die am Anfang herrscht wurde rasch mit Müdigkeit ergänzt. Vor den Sommerferien wurden wir gezwungen uns mit der schnöden Realität auseinanderzusetzten. Jetzt plötzlich machen wir uns, trotz vielen offenen Umbauarbeiten, Gedanken um den Betriebsstart und der offiziellen Eröffnung. Noch ist Zeit dazu aber es sind erste Entscheide dazu zu treffen. Aber noch bleibt viel Arbeit und wir packen auch weiterhin an.

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Die Feuertaufe

Was hat uns nur geritten? Einen Tag der offenen Tür am Nationalfeiertag. Natürlich wollen wir dazu auch Kuchen und Kaffee anbieten, nur wir haben ja unsere Küche noch gar nicht. Wir wollen unser Angebot präsentieren und haben weder ein Gastraum noch eine Menükarte, eigentlich einfach nur eine grosse Baustelle. Was haben wir uns angetan?

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Dürfen wir mal müde sein?

Unglaublich was in den letzten Monaten alles passiert ist. Der Weg ist vorgespurt und die Leitplanken gesetzt, aber die vielen Detailfragen verlangen uns vieles ab. Täglich sind wir mit Aufgaben und Fragen konfrontiert, die sich uns noch nie gestellt hatten. Nein wir Zweifeln in keiner Weise an unserem Weg, aber wir spüren das der Marathon eben nicht nach 10km fertig ist. Wir müssen unsere Kräfte einteilen und nach einem strengen Aufstieg uns auch notwendige Erholungsphasen erlauben. Ja wir müssen nicht die ersten im Ziel sein und wir wollen das Ziel gesund und mit viel Freude im Herzen erreichen. Wir erlauben uns auch einmal müde zu sein. Dies ist kein Zeichen von Schwäche, sondern das Eingeständnis eine ausserordentliche Leistung zu erbringen.

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Neue Aufgaben

Nach den langen Rausreissen müssen viele Entscheidungen getroffen werden. Welche Tapeten, Farbkonzepte und Style. Wie soll unser Bad aussehen und wie die Theke. Auch wurden wir von der Gemeindeentwicklung eingeladen uns und unser Projekt an einem Unternehmerfrühstück vorzustellen. Mit der Eröffnung des Bankkontos und der absehbaren Firmengründung schliessen wir die Einwanderung nun langsam ab und es geht auch hier in eine neue Phase.

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In unserem Kopf bewirten wir die ersten Gäste…

Die Fantasie ist eine tolle Sache und in unserem Kopf empfangen und bewirten wir schon die Gäste. Das hilft uns zu verstehen, wo wir noch Anpassungen machen müssen.
Unser Umbau ist eigentlich ganz einfach. Altes Raus, Isolieren und Neues rein. Aber der Teufel steckt im Detail. Das Papier ist geduldiger als wir und die alten Kühlzellen leisten mehr Widerstand als erwartet. Trotzdem gehen wir alles mit viel Spass bei der Arbeit und einer Portion Humor an. Nun haben wir die beiden Gebäude professionell eingemessen und erhalten schon bald verlässliche Grundrisspläne. Der Abriss geht weiter, aber wir habe akzeptiert, das wir dieses Projekt nicht aus der Ferne steuern können und wir erst nach der Auswanderung richtig beginnen können.

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Lieferanten und Lieferketten

Värmland, lassen wir einmal Karlstad bei Seite, ist eine Region in der das Leben durch die Natur geprägt wird. Das ländlich Bild definiert auch die angesiedelte Betriebe und Produzenten. Da wir unseren Betrieb nicht nach wissenschaftlichen Berechnungen nachhaltig gestallten, sondern der Fokus liegt bei uns auf der Nähe des Produktes und einer guten Beziehung zu Produzenten. Daher machen wir uns auf die Suche nach passenden Anbietern von Lebensmittel und Güter in unserer Umgebung. Was bei den schwedischen Marketingaktivitäten der Betriebe nicht ganz einfach ist, aber dank der Kartensuche im Internet lässt sich doch einiges finden.

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Die erste Buchungsanfrage

Im Moment sind wir an verschiedensten Abklärungen und warten auf die Hausübernahme am 29.12.2023. Die Flüge sind gebucht und alles soweit bereit. Aber als letzte Woche am Abend das Telefon klingelte und eine schwedische Nummer angezeigt wurde rechneten wir mit einigem, aber nicht mit einer Buchungsanfrage.

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Der Namen vom Värdshuset Pilgrimen

Das Värdshuset Pilgrimen hat in Ekshärad eine viel längere Geschichte als es das Gebäude vermutet lässt. Der Klarälven und sein Tal waren schon früh eine Transport und Reiseroute und so erstaunt es nicht, dass einer der Olofswege auch dem Klarälven entlang führte. Durch die Norweger endet an der norwegischen Grenze die dokumentiert Strecke und in Schweden führt der heutige touristische Pilgerweg von Sundsvall über Östersund nach Trondheim. Auch wenn sich heute der Pilgerweg kaum noch erahnen lässt, pilgerten bereits früh viele Gläubige dem Klarälven entlang durch Ekshärad zum Grab des heiligen Olof im heutigen Trondheim. Die Geschichte beginnt aber schon viel früher und wurde durch Skildra in einer schwedischen Animation liebevoll dokumentiert. Aber gehen wir ein wenig zurück in der Zeit zum Begin des 11 Jahrhunderts.

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